Für die Erfassung von Typen
der Bevölkerungsentwicklung werden sowohl die natürlichen
als auch die räumlichen Bevölkerungsbewegungen
berücksichtigt. Bevölkerungstypen sind für
regionale Strukturanalysen von Bedeutung und dienen
als Ausgangspunkt für Regionalprognosen. Regionalprognosen
werden in zunehmendem Maße für die Beurteilung
von Entwicklungschancen und -problemen einzelner Räume
genutzt.
Die Unterscheidung in Bevölkerungstypen ist mit
Hilfe von Koordinaten (kartesisch) möglich. Dabei
werden Geburten- bzw. Sterbeüberschüsse auf
der senkrechten Achse und Wanderungsbilanzen auf der
waagerechten Achse abgetragen. Durch zwei Diagonale
wird das Diagramm dann in acht Sektoren unterteilt,
in denen die Relation der Entwicklungskomponenten klar
definiert ist. Als zusätzliche Information lässt
sich auch noch der Abstand vom Mittelpunkt verwerten.
Von Interesse kann auch sein, die zeitlichen Veränderungen
bei den Komponenten der Bevölkerungsentwicklung
eines bestimmten Gebietes mit Hilfe derartiger Diagramme
zu verfolgen.
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