Projekt :: e-geography perzeption i: Grundlagen
 
 
  Individuelles Modell der Raumwahrnehmung  
 

Relativ-Raum im ökonomischen Kontext:
Distanz und Inhomogenität des Raumes führen zu unterschiedlich stark absorbierenden bzw. reflektierenden Effekten (Verzerrungen), die sich in den Kosten, der Zeit, der Attraktivität usw. äußern. Als Lösung kann

  • eine Stufung der Distanz erfolgen, indem z.B. Tarif- oder Kostenräume gebildet werden

  • versucht werden, die Distanzwirkung beispielsweise durch Externalisierung der Kosten, technologische Innovationen, Economies of Scale oder betriebliche Organisationsformen aufzuheben.
  Relativ-Raum im sozialen Kontext:
Die Wahrnehmung von Raum und Distanz erfolgt im sozialen Kontext sehr unterschiedlich. Die Individuen nehmen Reize wahr und verarbeiten diese durch Bewertung. Als Ergebnis entstehen subjektiv gerichtete Handlungen,
  • die den Raum bzw. den Entscheidungsraum verändern, oder

  • die bei einer Konfrontation mit der Umwelt eine Verhaltensänderung bewirken.
 

Abb. 13: Relativ - Raum im ökonomischen Kontext
Quelle: C. Klost, e-geography 2004
 
Abb. 14; Relativ - Raum im sozialen Kontext
Quelle: C. Klost, e-geography 2004
Beispielsweise besitzt die Innenstadt eine höhere Attraktivität für den Standort von Büros. Die höhere Nachfrage nach Gewerberaum soll daher durch sinkende Bodenpreise zum Stadtrand hin kompensiert werden.   Obwohl vielleicht beide Individuen dieselbe finanzielle Ausstattung besitzen, entscheiden sie sich subjektiv für unterschiedliche Bereiche der Stadt, in denen sie leben wollen.
 
   
   
   
   
   
   
   
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
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